GABI. KEIN UWE. [ZUR STARTSEITE]
Vor nicht einmal einigen Jahrzehnten gründeten zwei Teenager (gerade noch mal eben so) die heute legendäre Pop-Gruppe GABI MOHNBROT. Sie waren jung, wild, brauchten das Geld und dringend eine Freundin, da die Zeit kurz und das Leben zu lang schien.



Die Vorbilder waren gesichtet, das Wetter gut und die Eltern benahmen sich noch wie richtige Feindbilder. So wurden die Lieder denn auch schnell fertig, und die ersten Auftritte konnten gebucht werden. Der revolutionäre erste Auftritt im juz Höchst/FfM, mit Drumcomputer mangels gleichgesinnten Schlagzeugern, ermunterte durchaus zum Weitermachen.

Man absolvierte in den folgenden Jahren unzählige Auftritte, und diverse Tonstudios wurden zur zweiten Heimat. In dieser Zeit stießen ein aufstrebendes Schlagzeugtalent aus Frankfurt sowie der schönste Gitarrist des Vordertaunus' zur Band und erwogen ernsthaft, nicht nur den Fotosessions beizuwohnen, sondern sogar auch mitzuspielen.

Jedoch ließ, wie in der Branche üblich, der Eklat nicht lange auf sich warten. Drogenexzesse, Hodenabzesse, und Ekzeme zerstörten das eben noch so harmonische Klima in der Band. Von gewissenlosen Tourmanagern zur Einnahme von Red Bull® und Gatorade® gezwungen brach der Bassist immer häufiger auf der Bühne zusammen. Frisches Gebäck und Orangensaft, soviel man nur wollte, standen meist Backstage bereit, und so gerieten die Gigs immer häufiger zu einer Farce.

Die Folge: die Zuschauer blieben aus, die Plattenfirmen ließen GABI fallen und fallen konnte man richtig gut. Das Ende war unabwendbar, als die magnetischen Eigenschaften des Drummers nach dem Genuß von selbstgekeltertem Ferrofluid unkontrollierbar wurden. Sein Skelett haftet heute irgendwo an den Gleisen einer stillgelegten Bahnstrecke im Sauerland. Der Sänger gilt seit der großen Pest von 1347 als verschollen. Der Bassist fristet ein armseliges Dasein als Kirchenfensterrestaurateur in Peking und Matze...

Facts:
gegründet 1988
billy: b/v; tossi: g/v; matze: g; himmi: dr
mehrfach fast unter vertrag genommen.
support der kölner band brings.
nominiert für den viva-komet.
ca. 250 gigs in 10 jahren.


Bitte beachten: Der folgende Text ist durch das Erscheinen der Gabi-Mohnbrot-Best-of-CD 'Fröhlingserwachen' obsolet. Ich lass' ihn aber stehen, weil er - sagen wir mal - hier hin gehört?
Unter dem Titel "Bratmatze; und plötzlich waren wir Weltmeister..." entstand nach den Auflösungserscheinungen der legendären 'Gabi Mohnbrot' eine DemoMiniLP mit teilweise unveröffentlichten Liedern, die in der sagenhaften Auflage von 2 Stk. (also Beeilung) bei mir im CD-Regal steht.



Teilweise neu gemastert (mit einem sehr mittelmäßigen Audio-Editor, ist ja wohl klar) wurden drei der Stücke auf die Reise zum Internet Musik Portal Besonic geschickt und erhielten prompt Suuuper-Kritiken (naja, eher mittelmäßig super, aber immerhin sprach niemand mehr von Gießkannen). Jedenfalls konnte man darauf aufbauen, was aber niemand tat, am allerwenigsten ich selbst. Im Gegenteil - Mann, was haben wir gelacht, damals.
Da ich aber jemand bin, der fast allem Scheiß noch etwas Gutes abgewinnen kann, sehe ich das Ganze so: Sollte ich jemals wieder eine Band gründen wollen, habe ich immerhin schon einen Namen dafür.